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[Beendete Buchreihen] „Under the never Sky“ von Veronica Rossi

Mit Into The Still Blue ist diese Woche eine weitere Trilogie für mich zu Ende gegangen. Es handelt sich dabei um eine dystopische Trilogie aus der Feder von Veronica Rossi. Der erste Band trägt den Titel Under The Never Sky (de: Gebannt – unter fremdem Himmel), Band zwei heißt Through The Ever Night (de: Getrieben – durch ewige Nacht) und der finale dritte Band trägt den Titel Into The Still Blue (de: Geborgen – In unendlicher Weite).

Die Trilogie hat mir unglaublich gut gefallen und zählt wohl zu meinen liebsten dystopischen Trilogien überhaupt. Deswegen möchte ich in diesem Post ein bisschen was dazu sagen. Keine Sorge, das Ende verrate ich nicht 😉 .

Dass ich den ersten Band Under The Never Sky gelesen habe ist mittlerweile ein ganzes Jahr her. Ich hätte nie gedacht, dass es so lange her ist, da ich mich noch ziemlich gut an das Buch erinnern konnte. Vermutlich liegt es daran, dass ich das Buch verschlungen habe. Ich fand es einfach toll. Aria und Perry sind mir sehr schnell ans Herz gewachsen und ihre Geschichte hat mich fasziniert. Sie aus einem der gut-situierten Pods, in denen man mehr Zeit in Fantasie-Welten verbringt als in der Realität. Er aus der rauen Welt draußen, in denen man den Äther-Stürmen ausweichen muss um zu überleben. Der Welten-Clash der beiden verlief erwartungsgemäß chaotisch und es mangelte nicht an Auseinandersetzungen. Doch Aria und Perry sind Charaktere, wie man sie wohl nur selten erlebt. Ich habe ihre Entwicklung mit Spannung verfolg, diese dem Untergang geweihte Welt mit ihnen erkundet und Hoffnung gefunden, wo sie schon verloren schien. 



Then he told Perry that love was like the waves in the sea, gentle and good sometimes, rough and and terrible at others, but that it was endless and stronger than the sky and the earth and everything in between.
FROM THROUGH THE EVER NIGHT

Tja, und dann war Band eins zu Ende und ich wollte mehr. Ich habe mir lange Zeit gelassen, bis ich zu Band zwei Through The Ever Night gegriffen habe. So lange, dass ich auch schon Band 3 Into The Still Blue zu Hause stehen hatte. Was für ein Glück! Vor knapp zwei Wochen habe ich dann zu Band 2 gegriffen und heute dann Band 3 beendet. Und ich muss euch sagen, diese Trilogie hat es in sich!
Der Einstieg in Band 2 fiel mir nicht schwer. Wie schon gesagt konnte ich mich noch an viel aus dem ersten Band erinnern. Schnell wurde ich wieder mit Aria und Perry warm. Ein paar Details waren mit entfallen, aber im Laufe der Geschichte kamen sie nach und nach wieder. Ich bin komplett in der Welt der beiden versunken und habe alles mitgemacht. Und das ist einiges. Ich glaube, ich kann mit ruhigem gewissen behaupten, dass Aria und Perry wohl eines der kompliziertesten Paare ist, dass mir je in Büchern begegnet ist. Mit den beiden ist eigentlich nie etwas einfach, sie haben nicht einfach mal so Glück und ständig belastet die beiden etwas. In Gedanken habe ich die Autorin um eine Verschnaufpause für die beiden angefleht, aber den Gefallen tat sie mir nicht. Ständig lauerten neue Gefahren um die Ecke. Immer wieder neue Probleme tauchten auf. Und jedes Mal haben Aria und Perry es durchgestanden. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie stark ich mit den beiden mitgefiebert habe.

„We’re the same, Aria.““That’s the best thing anyone’s ever said to me.“FROM THROUGH THE EVER NIGHT

Wo der zweite Band noch relativ „schonend“ ist, da haut der letzte Band so richtig rein. Ich hatte zwischenzeitlich wirklich den Drang nach hinten zu blättern, weil ich die Spannung einfach nicht ausgehalten habe. Zu keinem Zeitpunkt hätte ich das voraussagen können, was dann letztenendes alles im Buch passiert ist. Ich bin zwischenzeitlich fast ausgerastet, weil so mancher Charakter einfach nur ein Ekel war. So richtig. Doch genau so wie ich mich über einige aufgeregt habe, so sehr habe ich um andere Charatere getrauert. Das eine oder andere Tränchen ist geflossen und ich habe immernoch ein leichtes, mulmiges Gefühl, wenn ich an die Bücher zurückdenke. Dennoch würde ich sie immer und immer wieder lesen, weil die Geschichte einfach grandios ist.

Aria und Perry sind wirklich außergewöhnliche Charaktere, ebenso Roar und die vielen andern, die diesen Büchern das gewisse Etwas verliehen haben. Sie waren so lebhaft, so echt. Selten fiebere ich so stark mit und leide und lache mit den Charakteren. Aber in Under The Never Sky und seinen Kompagnions konnte ich einfach nicht anders. Die Liebesgeschichte ist fernab von Kitsch und den üblichen Klischees und trotzdem bittersüß romantisch und herzerwärmend. Bei Aria und Perry hat alles eine Tiefe, die die meisten Jugendbücher heutzutage gar nicht erreichen. 
Es muss nicht immer ein Liebesdreieck sein, es kann auch Freundschaften geben, die einfach unglaublich stark sind. Aria und Roar machen es vor. Auch hier läuft nicht immer alles glatt, aber so ist es nun mal. Dass man auch in schlechten Zeiten zusammenhält macht nun mal eine gute Freundschaft aus. 

She’d seen the ocean plenty of times in the Realms, but it hadn’t prepared her for the real thing.“If beauty had a sound, this would be it.““I knew it would help,“ Roar said […] „Auds say the sea holds every sound that’s ever been heard. All you have to do is listen.“FROM THROUGH THE EVER NIGHT

Die Bücher zeigen auch, dass kleine Dinge wichtig sein können. Ob nun ein Hund, eine schwarze Kappe oder ein aus Holz geschnitztes Tier. Oder ein Loch im Dach. All diese Dinge haben für diese Trilogie eine sehr wichtige Rolle gespielt und sind voll von Bedeutung.

COVER PICTURES FROM HARPER TEEN

Vielleicht merkt ihr es: Ich bin gerade sehr wehmütig dass diese Trilogie zu Ende ist. Ich bin immernoch ein bisschen in der Welt gefangen und muss es erst noch mal sacken lassen. Aber trotz der Wehmut kann ich euch sagen: Lest die Bücher! Am besten gleich alle hintereinander. Ihr werdet lachen, leiden und mitfieber. Und es lohnt sich. Jede Träne die vergossen wird, jedes Grinsen, das sich auf eure Lippen stiehlt und jede Minute in der ihr vor Spannung die Zeit vergesst.

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