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Rezension | Die Schöpfer der Wolken – Marie Graßhoff

 

Die Schöpfer der Wolken | Marie Graßhoff

»Ciara kann in den Träumen anderer Menschen lesen wie in Büchern. Ihr ältester Bruder, der Schriftsteller Koba, ist der Einzige, der davon weiß. Als dieser jedoch auf unerklärliche Weise verstirbt, ändert sich für die junge Frau alles. Kobas letztem Wunsch folgend, reist sie mit seinem neusten Manuskript nach Shanghai, um es dort einem dubiosen Verleger zu überreichen. Doch in der fremden Stadt kreuzen Menschen ihre Wege, die so sind wie sie.

Menschen mit besonderen Fähigkeiten.
Als Erdbeben beginnen, den ganzen Planeten zu erschüttern, die Uhren verrücktspielen und fremde Dimensionen aus den Spiegeln dringen, begeben sich die jungen Erwachsenen gemeinsam auf die Suche nach dem wahren Grund ihrer Talente – und nach dem Grund dafür, warum die Welt um sie herum nach und nach zerbricht.« | QUELLE

 

Die Schöpfer der Wolken ist ein Einzelband | Homepage von Marie Graßhoff | Link zum Buch beim Drachenmond Verlag

 

Jennys Meinung

Marie Graßhoff erschafft in Die Schöpfer der Wolken eine apokalyptische Welt mit SciFi-Elementen – ein Thema genau nach meinem Geschmack. Und doch ist der Funke irgendwie nicht ganz übergesprungen. Es fällt mir schwer, meine Zerrissenheit in Worte zu fassen, da ich von der Geschichte doch auch sehr begeistert bin, aber ich werde es versuchen.

Ihr Stil hat mich wirklich beeindruckt. Sie spielt mit Worten, malt Bilder, die so fantastisch und absurd sind, dass der Leser in eine ganz neue Welt eintaucht. In eine Welt, die anders ist, verwirrend und übernatürlich. Doch es gab auch immer wieder Textstellen, an denen ich nicht ganz folgen konnte. Die so abstrakte Bilder erzählt haben, dass mein inneres Auge blind über die Zeilen flog. Immer wieder bin ich aus dem Lesefluss gefallen und in den Alltag zurückgeplumpst – dem ich mit dem Buch ja eigentlich entfliehen wollte. Ich schätze, es liegt daran, dass ich sonst dem nüchternen Stil zusage und Marie Graßhoff einfach anders ist, als ich es gewohnt bin. Anders als das, wonach ich sonst greife.

Inhaltlich hatte mich der Roman schon nach wenigen Seiten überzeugt, doch trotzdem legte ich nach etwa 1/3 des Buches eine Pause ein, die fast 2 Monate dauerte. Ich war angetan von der Welt, von den (meisten) Charakteren und der Story. Doch dieses Gefühl, süchtig zu sein, blieb bei mir aus. Ich glaube nicht, dass es an fehlender Spannung lag oder an der Entwicklung der Geschichte. Da legt Marie in Die Schöpfer der Wolken ein gutes Tempo vor.

Ich schätze, es lag zum Teil auch an einem Charakter mit dem ich nicht warm wurde – Ciara. Sie ist eine der Protagonisten, eine von vier jungen Erwachsenen, die mit dem ausbrechenden Chaos eng verbunden zu sein scheinen… (Ich will euch ja nicht spoilern ; ) ). Ciara schafft es einfach, mich wahnsinnig zu machen, in der Art wie sie handelt oder eben nicht handelt. (Warum spannst du uns so auf die Folter, Marie? : D)

Aber das ist nicht alles: Die Romantikerin in mir gesteht, sie hätte sich noch eine Liebesgeschichte gewünscht, dich sich durch die Story zieht. Das hätte nach meinem Geschmack noch einen schönen Gegensatz zu der Weltuntergangsstimmung ergeben. Und sind wir mal ehrlich: Von Liebesgeschichten kann man nie genug haben. : )

 

Fazit

Für mich war Die Schöpfer der Wolken kein Buch für Schmetterlinge im Bauch, aber eine spannende, apokalyptische Geschichte mit Science-Fiction. Marie Graßhoff hat einen schönen, besonderen Stil, der einem aber auch zusagen muss. Das hat bei mir leider nicht immer geklappt. Dennoch das Buch bekommt 4 Teebeutel von mir.

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