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Rezension: The Fault in Our Stars

The Fault in Our Stars

John Green

Verlag: Dutton Juvenile (Januar 2012)
Seiten: 336
Preis: 12,95€ (HC)
Deutscher Titel: Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Einzelband
Wertung: ❤❤❤❤❤
WILL ICH HABEN

KLAPPENTEXT                                                                                                                                       

Diagnosed with Stage IV thyroid cancer at 13, Hazel was prepared to die until, at 14, a medical miracle shrunk the tumours in her lungs… for now.

Two years post-miracle, sixteen-year-old Hazel is post-everything else, too; post-high school, post-friends and post-normalcy. And even though she could live for a long time (whatever that means), Hazel lives tethered to an oxygen tank, the tumours tenuously kept at bay with a constant chemical assault.

Enter Augustus Waters. A match made at cancer kid support group, Augustus is gorgeous, in remission, and shockingly to her, interested in Hazel. Being with Augustus is both an unexpected destination and a long-needed journey, pushing Hazel to re-examine how sickness and health, life and death, will define her and the legacy that everyone leaves behind. QUELLE VON COVER UND KLAPPENTEXT

 
MEINE MEINUNG                                                                                                                                             

Nachdem ich endlich meine Tränen getrocknet habe, welche auf bei den letzten 50 Seiten von The Fault in Our Stars in Strömen geflossen sind, kann ich mich endlich in aller Ruhe hinsetzten und diese Rezension tippen. Leicht fällt es mir nicht, denn wie beschreibt man ein Buch, das so einfach und dennoch so außergewöhnlich ist?

Hazel ist eine unglaubliche Person. Trotz dessen, dass sie Krebs hat, versprüht sie eine Kraft, um die ich sie bewundere. Sie ist intelligent, aber auch zurückgezogen. Natürlich hatte ich auch Mitleid mit ihr, aber es schien nie so, als habe sie diese nötig. Ihre aufopferungsvolle Mutter und ihr nah-am-Wasser-gebauter Vater kommen auf den ersten Blick gut mit der Situation klar, aber je mehr man über die Familie erfährt, desto deutlicher wird, dass nichts einfach für sie ist. Kaum vorstellbar wie es sein muss, eine totkranke Tochter zu haben. Ich konnte mir recht schnell ein Bild von Hazels Alltag machen, doch fast genauso schnell musste ich es wieder verwerfen, weil Augustus auftaucht und alles über den Haufen wirft. Augustus, der nur noch ein Bein hat und total auf Metaphern steht. Er ist nicht nur gutaussehend, sondern auch poetisch und humorvoll.

Die beiden sind sehr unterschiedlich, was sie aber nicht daran hindert, sich zu treffen. Im Gegenteil. Sie bereichern das Leben des jeweils anderen und erweitern ihren Horizont. Die beiden führen Dialoge, die teilweise sehr ernst, aber größtenteils einfach schön und witzig sind. Es gibt nur sehr wenige Menschen, die ihrem schlimmen Schicksal so entgegentreten wie diese beiden. Vor allem Augustus hat mich immer wieder zum Staunen gebracht, mit seiner offenen Art, seinem Helferinstinkt und seinen Worten. Hazel, aus deren Sicht die Geschichte geschildert ist, ist ebenso beeidruckt von ihm und sie ist ihm in fast allen Dingen ebenbürtig. Die beiden verlieben sich ineinander und das, was sich daraus ergibt, ist einfach wunderschön, wird aber leider auch ständig von nicht ganz so schönen Hintergedanken begleitet. Der Tod ist ein wichtiges Thema im Buch und weder Hazel noch Augustus verschließen die Augen vor der Tatsache, dass sie mehr oder weniger im Sterben liegen. Oft habe ich mir gedacht, dass keine 16 Jährigen die Gedanken haben sollten, wie sie unsere beiden Protagonisten haben. Dafür sind sie einfach zu jung.

Die Liebesgeschichte der beiden ist in keiner Weise kitschig. Sie zu beschreiben ist schwierig, weil sie wohl alles andere als „normal“ verläuft, aber deswegen ist sie nicht weniger ehrlich. Das, was Hazel und Augustus verbindet, ist mehr, als man mit nur einem Wort beschreiben kann.

Eine wichtige Rolle im Buch spielen Bücher. Vor allem eines, das für Hazel eine Menge bedeutet und später auch für Augustus. Dieses Buch bringt etwas in Gang, von dem Hazel niemals zu träumen gewagt hätte und endet dann in einer… sagen wir mal Überraschung. Nur so viel: Ich hoffe, dass kein Autor so denkt wie jener, der mich in The Fault in Our Stars zur Weißglut gebracht hat. Am Ende sammelt er zwar wieder etwas Sympathiepunkte, aber den ersten Eindruck kann man leider nicht mehr so einfach ändern. Um dieses Buch dreht sich ein großer Teil der Geschichte und es ist auf einen Art spannend, die nichts mit Aufregung, aber mit wachsender Neugier zu tun hat. Ein Buch, dass durch ein Buch begleitet – eine schöne Idee.

Eine wichtige, wenn auch nicht durchweg präsente Rolle spielt Isaac, ein Freund von Hazel und Augustus. Er ist es, der den Antsoß für die 50 Seiten-Tränenflut gegeben hat. 

Wenn das Buch ein befriedigendes Happy End gehabt hätte, dann wäre ich natürlich nicht in Tränen ausgebrochen. Das eigentlich Schlimme war, das ich schon vor dem eigentlichen Ende weinen musste. Und wenn ich erst mal angefangen habe, dann kann nicht mehr so einfach aufhören. „That’s the thing about pain…it demands to be felt.“ (ZITAT AUS TFIOS) 

Und dennoch. Trotz dessen, dass ich am Ende furchtbar traurig war und ich mindestens 2 Päckchen Taschentücher verbraucht habe, war mein erster Gedanke nach Zuklappen des Buches: Am liebsten würde ich es sofort noch einmal lesen. Und genau das macht dieses Buch so einzigartig. Trotz dessen, dass ich weiß was das Buch bei mir auslöst, würde ich es mir freiwillig gleich noch einmal „antun“. Es ist traurig, ja, aber auch wunderschön.

John Green schreibt in The Fault in Our Stars von Herzen und genau dahin gehen die Worte auch: in das Herz des Lesers. Jeder humorvolle Dialog, jede geflüsterte Liebeserklärung und jedes böse Wort wirken lebendig und einfach genau richtig, so wie sie gesagt werden.  

Ich garantiere euch, wenn ihr das Buch lest und auf das oben genannte Zitat stoßt, wird bei euch auch mindestens ein Trächen fließen… 

FAZIT                                                                                                                                                         

The Fault in Our Stars ist wohl der tragisch-schönste Anstoß, euren Gefühlen (und Tränen) einmal freien Lauf zu lassen.

Englisch-Pancake                                                                                                                                   
The Fault in Our Stars bekommt von mit den Profi-Pancake. Der Schreibstil an sich ist durch seine relativ einfachen und kurzen Sätze auch etwas für „nur“ fortgeschrittene Leser, aber viele spezifische Vokabeln, die mit den Themen Krankheiten und Glauben zu tun haben, sowie die vielen Passagen mit Gedichten und Zitaten, machen das Buch doch etwas schwieriger.

29 Comments

    • Miss_Watson

      Du solltest dich dennoch freuen! Ich bin ziemlich nah am Wasser gebaut, vielleicht ist es bei dir am Ende nicht so schlimm wie bei dir. Es ist echt schön, wenn auch traurig. Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen.

  • Favola

    Deine Rezension hat mir wirklich gut gefallen . . . und ich kann dir nur zustimmen . . .
    "Das Schicksal ist ein meiser Verräter" ist wohl mein Jahreshighlight und das, obwohl ich sonst vor allem Dystopien und Fantasy lese . . . ich habe extra für dieses Buch meine goldene Leseente realisiert, weil 5 Leseenten einfach nicht genug waren.
    Und jedes Mal, wenn ich eine Rezi lese, bei der ich merke, dass das Buch gleich berühren, gleich begeistern konnte, freue ich mich riesig . . .

    lG Favola

    • Miss_Watson

      Ja, ich bin auch überrascht dass es mich so ganz ohne Fantasy überzeugen konnte. Ich bin ja sonst nicht so der Typ, der Contemporary Bücher liest. Wahrscheinlich hat das Buch mich deswegen doppelt überrascht. Die goldene Leseente hat sich das Buch allemal verdient! Bei mir zählt es auch zu den Jahreshighlights!
      Freut mich, dass dir meine Rezi gefallen hat. Ich werde deine auch gleich mal lesen gehen 🙂

  • Leo

    Eine tolle Rezi zu meinem absoluten Lieblingsbuch 🙂 Ich habe auch wirklich bis zum Ende so einige Päckchen Taschentücher aufgebraucht. Ein wunderschönes und trauriges Buch <3

    LG
    Leo

    • Miss_Watson

      Dankeschön, Jan :)!
      Hast du etwa nicht weinen müssen :D? Na gut, du bist auch ein Kerl… ABER TROTZDEM!! 😀
      Ja, manchmal muss man auch mal Tränen ihren Lauf lassen. Ich war danach zwar total fertig vom Weinen, aber auf eine gute Art und Weise 🙂

  • BookSmartie

    Wow, die Rezension war richtig gut! Ich wollte das Buch schon seit fast nem Jahr lesen und habs immer wieder aufgeschoben, aber jetzt muss ich mich echt mal dran machen 😀
    Liebe Grüße, Laura

  • Miss Bookiverse

    Peter van Houten ist aber kein Däne sondern Amerikaner, der in Holland lebt 😉

    Schön, dass dir das Buch so gut gefallen hat. Es war auch eins meiner Jahreshighlights. Ich fand es so schön, dass ich es dieses Jahr sogar schon ein zweites Mal gelesen habe 🙂

  • Tanja

    Ich freue mich auch, dass dir das Buch gefallen hat, habe aber auch eigentlich nichts anderes erwartet 😛 Ich glaube, es gibt kaum jemanden, der es schlecht findet 🙂 Wir sollten wohl mal mehr John Green lesen! xD

    • Miss_Watson

      Komisch, wenn ich bei dir auf die Rezension zu TFIOS klicke, werde ich zu deiner aktuellsten Rezension weitergeleitet o.O? Ich denke aber mal, es hat dir auch gefallen, oder?
      Kennst du noch andere Bücher von John Green? Ich will auch unbedingt mehr von ihm lesen 🙂

  • Jana

    WOW!Ich hab mir das Buch direkt mal bestellt!
    Merkst du, dass meine Geldbörse wegen dir echt leidet?
    Auch schon bei deinen Bücherregal-Videos hab ich total viele Bücher auf gefunden und auf meinen Wunschzettel geschrieben, die hoffentlich Weihnachten unterm Baum liegen 😉

    LG
    Jana

    • Jana

      Och, einige 😀
      Auf jedenfall "The Demon Trappers"; "The Girl of Fire & Thorns" und Teil 2; "Mortal Instruments" und "Infernal Devices" und noch ganz viele deutsche Bücher 🙂

      Jetzt muss ich noch "City of Lost Souls" zuende lesen!
      Ich sag dir, beeil dich mit den Büchern, die lohnen sich so 😀
      (beeil dich lieber doch nicht, dann sind sie nicht so schnell vorbei^^)

      LG
      Jana

  • Lisa

    Echt tolle Rezension!
    Ich habe ja noch kein Buch von John Green gelesen, aber dieses hier will ich auf jeden Fall unbedingt lesen.
    Ist das dein Lieblingsbuch von John Green & welches kannst du noch empfehlen? 🙂

  • Cory

    Wirklich eine schöne Rezension 🙂
    Hach, ich hab das Buch letzte Woche beendet und auch geheult wie ein Schloßhund 🙁
    Habe bisher noch nicht die richtigen Worte für eine Rezension finden können.
    Wirklich eines der besten Bücher überhaupt meiner Meinung nach..

  • Lily

    Ich hab das Buch vor kurzem zu Ende gelesen, und mir ging es so wie dir. Ich hätte am liebsten wieder von vorne angefangen! Es ist einfach ein tolles Buch!
    LG

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