♥ Rezension,  Dystopie,  Englisch

Rezension „Prized“

Prized

♥Caragh
O’Brien

Verlag: Simon&Schuster Children‘s (November 2011)
Seiten:  368
Preis: ca. 8,50€ (TB)
Band 2 von 3 (Birthmarked #2)
Deutscher
Titel: Die Stadt der verlorenen Träume
Wertung: ♥♥♥
Klappentext
Having escaped from the corrupt Enclave, Gaia ventures
into the wasteland with her baby sister, Maya, hoping to find a settlement
that’s rumoured to lie in the Dead Forest. After days of travelling, Gaia is
close to death when Peter, a ranger from the mysterious village of Sylum, finds
her and takes her back with him. Gaia soon realises that Sylum has as many
strict laws as the Enclave she fled from, but when Maya is taken from her by
the ruthless village leader, the Matrarc, Gaia is forced to stay and submit to
their strict social code, or risk losing her sister forever. But Sylum is in
trouble. The population is falling and the amount of women dwindling
dramatically, and with a deadly fever affecting striking down anyone who tries
to leave, the future is bleak for the village. Desperate to escape with her
sister, Gaia is determined to uncover the secrets of the village, whatever it
takes. And when Leon is captured too, Gaia is faced with another tough choice
between the boy who captured her heart in the Enclave, and Peter, for whom she
can’t deny her growing feelings. But when the decisions you make affect the
lives of everyone around you, how can you be sure you’re making the right
choices?

Meine Meinung
Ich
übertreibe nicht wenn ich sage, dass Birthmarked letztes Jahr eines meiner
liebsten Bücher war.  Ich fand die Idee
toll, die Protagonistin Gaia, die Handlung, die Liebesgeschichte…also
eigentlich alles. Nach dem Cliffhanger war ich so gespannt auf die Fortsetzung!
Nun muss ich leider sagen, dass diese mich doch recht enttäuscht hat. 
Wenn Prized
nicht der Folgeband von Birthmarked wäre, sondern ein eigenständiges Buch, dann
hätte es mir super gut gefallen. Auch hier findet sich wieder eine neue Idee in
der Form von Sylum, einem „Ort“ in dem Frauen das Sagen haben, aber auch in der
Unterzahl sind. Der Grund dafür ist, wie auch schon in der Enklave, die
Genetik. Gaia deckt zusammen mit Will und Peter, zwei Brüdern, das Geheimnis um
die geringe Frauenrate auf. Hilfreich dabei ist ein weiterer Code, diesmal
einer von Gaias Großmutter.  Auch andere
Rätseln rund um Sylum wird auf die Spur gegangen und das Miträtseln bietet  unheimlich viel Spaß. 
Die Handlung
in Prized ist abwechslungsreich, nicht immer spannend, aber sie weist auch keine
Durststrecken auf. Die neuen Charaktere, die auftauchen, waren allesamt sehr
tiefgründig. Da wären Will und Peter, zwei sehr unterschiedliche Brüder,
Norris, den ich mit seinem Holzbein einfach nur zum Knuddeln finde und last but
not least die Anführerin des Dorfes, die mich immer wieder vor Rätsel gestellt
und nicht selten zur Weißglut gebracht hat. 
Wie kann man nur so sein?  Diese
Frau hat wahrlich den Spruch „Frauen kann man nicht verstehen!“ geprägt.
Die „alten“
Charaktere Gaia und Leon waren in Prized nicht das, was sie in Birthmarked
waren.  Aus dem vermeintlichen Paar sind
zwei Fremde geworden, die sich nicht mehr viel zu sagen haben. Zumindest am
Anfang. Ich habe die beiden schon aufeinander losgehen sehen, da hat sich das
Blatt zum Glück etwas gewendet. Auch wenn ich dabei nicht immer, eigentlich
eher selten, die Beweggründe der beiden verstanden habe. Das ist bestimmt die
Luftveränderung, die die beiden so zickig macht!
Das System,
das in Sylum herrscht, ist erst mal etwas gewöhnungsbedürftig, und ich konnte
über die Ansichten der Leute dort nur den Kopf schütteln. Ich habe mich darüber
geärgert, wie ich es selten in einem Buch tue. 
Doch nicht nur die verqueren Bewohner Sylums kamen mir komisch vor. Auch
Gaia hat mich zwischenzeitlich und ganz am Ende wirklich verärgert. Ich hatte
sie als eine Rebellin im Gedächtnis, aber in Sylum wird aus dieser Rebellin
immer mehr ein folgsamer Bewohner des Dorfes. Dann kommt nach und nach die alte
Gaia zum Vorschein und ich dachte schon, alles würde wieder gut werden, aber
dann hat Gaia ganz am Ende etwas gebracht, was ich „absolut null gar nicht“
verstehen kann! 
Es hat etwas
mit ihrer Auswahl an Männern zu tun. Ganze 3 Kerle wollen ihre Aufmerksamkeit
und für jeden von ihnen empfindet Gaia etwas anderes. Sie ist hin und
hergerissen, zumal jeder der 3 auch andere Signale aussendet und sich anders
verhält. Gaia betont immer wieder, dass sie nicht damit umzugehen weiß, aber
als sie dann eine Entscheidung getroffen hat, da zieht sie sie nicht durch,
sondern schreckt davor zurück und tut somit einigen sehr weh. Obwohl sie ja eigentlich weiß, was sie will. Ich
habe das nicht verstanden. Wie so viele anderen Ansichten Gaias, die sie von
einem auf den anderen Moment ändern konnten.
Tja, da
bleibt nicht mehr viel zu sagen. Ich hoffe einfach mal, Band 3 reißt das das
Ruder noch mal rum. Versteht mich nicht falsch: Prized ist eigentlich ein klasse
Buch, wenn es nicht der Nachfolger von Birthmarked wäre. Über das Geschehen in
Band 1 wird kaum gesprochen und für die Handlung in Prized ist das auch
eigentlich irrelevant. Nur gegen Ende bekommt man eine Ahnung davon, wie Sylum
und die Enklave zusammenhängen könnten.
Fazit
Prized setzt
nicht das fort, was ich nach Birthmarked erwartet hatte. Es ist ein
abwechslungsreiches Buch mit tollen Ideen, aber der Funke ist leider nicht
übergesprungen. Band 3 muss natürlich trotzdem her, denn Gaia, Leon und Maja
haben es mir angetan  🙂
3 Pancakes
für Prized 
Englisch
Pancake
Ich „verleihe“
Prized den Profi-Pancake. Die Sätze mögen zwar nicht sehr lang sein, aber das
Vokabular hat es wirklich in sich! Ich bin sehr oft über Wörter gestolpert, von
denen ich in meinem ganzen Leben noch nie gehört habe.  Die Sprache ist dadurch sehr detailliert, bildhaft
und komplex, wodurch das Lesen auch mehr Zeit in Anspruch nimmt als
normalerweise.

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