♥ Rezension,  Dystopie

Rezension zu „Birthmarked“

Birthmarked

 ♥ Caragh
O’Brien

Verlag: Harpercollins UK
(April 2011)
Seiten: 464
Preis: ca. 7,90€ (TB)
Deutscher
Titel:
Die Stadt der verschwundenen Kinder
Band 1
von 3 (Birthmarked Trilogy)

Wertung: ♥♥♥♥♥

Inhaltsangabe

In the future, in a world baked dry by the harsh sun,
there are those who live inside the walled Enclave and those, like
sixteen-year-old Gaia Stone, who live outside. Following in her mother’s
footsteps Gaia has become a midwife, delivering babies in the world outside the
wall and handing a quota over to be „advanced“ into the privileged
society of the Enclave. Gaia has always believed this is her duty, until the
night her mother and father are arrested by the very people they so loyally
serve. Now Gaia is forced to question everything she has been taught, but her
choice is simple: enter the world of the Enclave to rescue her parents, or die
trying

Was hat mir an dem Buch gefallen?

Wie bei
jeder Dystopie war ich auch bei diesem Buch auf die Welt gespannt, die der
Autor in der Zukunft entstehen lässt. Die Welt in Birthmarked beschränkt
sich zunächst auf die Enklave, die Stadt, in der alle Menschen ziemlich
wohlhabend sind, und auf die kleineren Bezirke um diese Stadt herum, in denen
größtenteils Armut herrscht. Das Geschehen findet um 2390 statt und beschreibt
die Zeit, nach dem den Menschen das Öl ausgegangen ist. Eine ziemlich
realistische Zukunftsversion. Auch die Idee einer Mauer kommt nicht von
irgendwo, ein Beispiel in der Geschichte, in der eine Mauer Menschen trennt,
dürfte wohl allen gut bekannt sein. Die Ideen für die Enklave reichen aber noch
weiter in der Zeit zurück. Menschen, die ein Verbrechen begangen haben, werden
öffentlich gehängt. Die Mischung aus altem und neuem hat die Welt in Birthmarked 
sehr interessant gemacht. Es ist spannend mitzuerleben, wie sich die Menschen
nach vorn- aber auch zurückentwickeln. Ich persönlich frage mich dann manchmal;
könnte es wirklich einmal so werden?

Die Handlung
um Gaia nimmt schnell an Fahrt auf, denn die Autorin verliert sich nicht in
endlosen Beschreibungen der Welt, in der Gaia lebt, sondern setzt die Handlung
in den Vordergrund. So kommt es, dass Gaia sich bereits auf Seite 58 auf ihre
gefährliche Reise in die Enklave macht. Das Buch ist von der ersten bis zur
letzten Seite spannend und man kann es nur schwer aus der Hand legen. 

Bei Gaia
handelt es sich um eine starke junge Frau, die sich trotz ihrer großen Narbe
auf der linken Gesichtshälfte nicht so leicht unterkriegen lässt. Sie ist sehr
schlau und hat eine rebellische Ader, die sie später in der ganzen Enklave
bekannt macht. Ich fand Gaia von Anfang an sehr sympathisch und war von ihrer
Geschichte fasziniert. Man kann sich gut in sie hineinversetzen und fiebert
deswegen auch an jeder spannenden Stelle mit.
 
Natürlich
kommt eine Dystopie nicht ohne Liebesgeschichte aus, finde ich zumindest ;). In
Birthmarked entwickelt sich diese Liebe nur langsam. Gaia kommt von
außerhalb der Mauer, er ist ein Mitglied der Armee innerhalb der Enklave. Der
Entwicklung der beiden zu folgen war so unglaublich schön. Mehr will ich nicht
verraten, das würde nämlich großen Spoileralarm bedeuten 🙂 Nur so viel: Auf
einen Kuss muss man laaaange warten 😉

Eine
besonders gute Idee von Caragh Obrien ist es, den Leser mit Gaia miträtseln zu
lassen. Ihre Eltern haben ihr einen Code auf einem Stoffband hinterlassen, den
Gaia nicht kennt, den sie aber entschlüsseln muss, um zu überleben. Die Autorin
unterstützt dieses Rätselraten mit Bildern. Dadurch kann der Leser ein bisschen
Sherlock Holmes spielen. Ich selbst bin nicht auf die Lösung gekommen 😀 Das
war aber auch ein ziemlich gemeiner Code 😀

Auch die Biologen
unter euch können sich auf dieses Buch freuen. Die Wörter Chromosom und Gene
kommen vor 😉 Innerhalb der Enklave besteht nämlich das Problem eines zu
kleinen Genpools. Auch die Kinder, die von außerhalb der Enklave in die Stadt
gebracht werden, können  da kaum noch Abhilfe schaffen. Die
Bluterkrankheit ist weit verbreitet und viele Menschen sterben daran… weil sie
nicht behandelt werden dürfen. Krankenhäuser sucht man in der Enklave
vergeblich. Die Aufzeichnungen von Gaias Eltern sind er Schlüssel zu einer
Welt, in der das Problem der Bluterkrankheit keines mehr ist…

Was hat mir an dem Buch nicht so gut
gefallen?

Der gemeine
Cliffhanger. Buch war zu Ende und ich bin fast wahnsinnig geworden, weil ich
wissen will, wie es weitergeht! Da werde ich aber wohl noch etwas warten
müssen… -.-

Fazit

Birthmarked ist eine wirklich
gelungene Dystopie, die alte und neue Ideen miteinander verknüpft. Die
Charaktere sind realistisch beschrieben und bringen den Leser dazu, mit ihnen
mitzufiebern. Einmal angefangen, kann man das Buch kaum noch aus der Hand
legen, denn die Spannung ist manchmal unerträglich 😀 Ich warte gespannt auf
die Fortsetzung.

Insgesamt
bekommt Birthmarked 5 Pancakes von mir!

Die Reihe auf Englisch

Die Reihe auf Deutsch

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