♥ Rezension,  Englisch,  Urban Fantasy

Rezension zu „Switched“

Switched

♥ Amanda
Hocking

Verlag:
Macmillan US (Januar 2012)
Seiten: 318
Preis: 6,40€
(TB)
Englische Originalausgabe
Deutscher Titel: Verborgen
Band 1 von 3
(Trylle Trilogy)
Wertung: ♥♥♥
Inhaltsangabe
When Wendy Everly was six years old, her mother was convinced she was a
monster and tried to kill her. Eleven years later, Wendy discovers her mother
might have been right.  She’s not the person she’s always believed herself
to be, and her whole life begins to unravel—all because of Finn Holmes.
Finn is a mysterious guy who always seems to be watching her.  Every
encounter leaves her deeply shaken…though it has more to do with her fierce
attraction to him than she’d ever admit.  But it isn’t long before he
reveals the truth:  Wendy is a changeling who was switched at birth—and
he’s come to take her home.   
Now Wendy’s about to journey to a magical world she never knew existed, one
that’s both beautiful and frightening.  And where she must leave her old
life behind to discover who she’s meant to become…

 ♥♥♥
Amanda
Hocking hat allen bewiesen, dass man mit eBooks eine Menge Geld verdienen kann,
wenn man nur die richtige Geschichte schreibt. Ihr Name war auf einmal überall,
das Buch Switched in aller Munde. Da
war es für mich klar, dass ich mir dieses aufsehenerregende Werk in seiner
gedruckten Form auch beschaffen muss. Ganz ehrlich? Soooo toll fand ich das
Buch gar nicht…
Switched verspricht
eine Story fernab von Vampiren, Werwölfen, Feen und anderen Wesen, denen man
als Jugendbuchleser in letzter Zeit ständig begegnet. Stattdessen befasst sich Switched
mit Trylles, oder auch: Trolle. „Diese Wesen gab es noch nie, das ist eine
tolle Abwechslung!“ sind die Worte, mit denen Switched oft beschrieben
wird. Ich fand die Welt der Trylles nur eines: Absolut unscheinbar. Amanda
Hocking hat sich für die Trylles keine eigene Welt einfallen lassen, sie bringt
sie einfach in einem ganz normalen Städtchen, mit ganz normalen Häusern und
„ganz normalen Trylels“ unter. Sie sehen aus wie Menschen, haben aber besondere
Fähigkeiten und leben in ihrer eigenen Community, zu der Menschen keinen
Zutritt haben. Das fand ich doch etwas enttäuschend. Ich hatte darauf gehofft,
dass diese Welt, in die Wendy gebracht wird, eine neue „Welt“ ist, die ein
bisschen mehr zu bieten hat und vor allem anders ist, als die, in der die
„Normalos“ leben.
 
Wendy, nun
ja, ist ein sehr anstrengender Charakter. Sie ist schnäubisch, zickig und
verwöhnt. Ich konnte anfangs gar nichts mit ihr anfangen. Man merkt, dass sie
Schwierigkeiten hat, sich anzupassen und mit anderen Menschen anzufreunden. Bis
auf ihre Tante und ihrem Bruder steht sie niemandem besonders nahe. Ihre Mutter
hat versucht, sie umzubringen und behauptet, Wendy sei nicht ihre Tochter,
womit sie auch Recht hat, aber natürlich glaubt ihr Niemand.
Finn, ein
Tracker der Trylles, ist derjenige, der Wendy die Wahrheit über ihre Herkunft
erzählt und er sieht, wie sollte es auch anders sein, einfach umwerfend aus und
ist der Beschützer schlechthin. Bei ihm taut sogar die sonst so verschlossene
und mürrische Wendy etwas auf. Doch erst nach einem Überfall durch die Vittra
(eine verfeindete Gruppe der Trylels) ist sie bereit, ihm zu folgen. Zu ihrer
wahren Mutter.
Die ist, so
unglaublich es scheint, noch anstrengender als Wendy. Gefühlskalt und
herrscherisch trifft es wohl ganz gut. So hat Wendy sich das nicht vorgestellt.
Zu allem Überfluss kommt noch, dass von ihr eine Menge erwartet wird, da sie
niemand geringeres als die Tochter der Königin ist, also die Prinzessin der
Trylles. Das komplette Buch handelt eigentlich nur davon, wie sie auf ihren „Debütantinnenball“
vorbereitet wird. Die Handlung ist nicht langweilig, aber auch nicht gerade
spannend. Die Vittra geraten komplett in den Hintergrund.  
Zum Ende hin
wird es dann auch kurzzeitig noch einmal echt aufregend. Es gab im Buch einen
klitzekleinen Hinweis, dass es so einen Höhepunkt geben wird, allerdings hat
dem Niemand wirklich Beachtung beschenkt, was mich nur in meiner Überzeugung,
dass Elora sich total selbst überschätzt, bestärkt hat. Es gab einige Momente
im Buch, da konnte ich über diese Frau nur den Kopf schütteln. Ich habe
generell den Eindruck, dass die Trylles ein sehr eigenwilliges Völkchen sind…
Dieser
spannende Moment ist aber auch recht schnell wieder vorbei. Ich fand das, was
danach kam es viel interessanter, weil es Wendy dazu zwingt, sich zu
entscheiden und es bestimmend dafür ist, wie es mit ihr weitergeht. Das Ende
ist wirklich ein kleiner gemeiner Cliffhanger, der neugierig auf den zweiten
Band macht.
Was mir gut
gefallen hat ist die Entwicklung von Wendy. Zu Beginn des Buches ist sie
keinesfalls perfekt, am Ende auch nicht, aber man merkt ihr doch an, wie sie
sich zum Positiven hin verändert. Natürlich spielt Finn, der mir im Laufe der
Geschichte immer sympathischer geworden ist, eine große Rolle. Er ist nicht nur
Freund und Ratgeber, sondern auch Wendys „Fels in der Brandung“. Sie gesteht
sich schnell ein, dass sie mehr für ihn empfindet, als  sie sollte. Das
führt zu einigen Problemen und zu einem Ende, das echt gemein ist. 
Fazit
Switched liegt keinesfalls fernab jeglichen
Klischees, im Gegenteil, wir treffen hier auf viele Elemente, die es so öfter
gibt. Leider mangelt es bei der Welt der Trylles ein wenig an Fantasie. Die
Handlung läuft nicht über vor Spannung, verleitet aber dennoch, zusammen mit
dem leichten Schreibstil, dazu, das Buch schnell durchzulesen. Auch wenn Wendy
anfangs ziemlich anstrengend ist, so mochte ich sie am Ende doch ganz gern und
möchte auch gerne erfahren, wie es mit ihr weitergeht. Switched ist
nicht der perfekte Auftakt zu einer Trilogie, ich glaube aber dennoch, dass die
Story, sowie die Charaktere, viel Potenzial haben. 
3 Pancakes für Switched. Mal schauen, was die Folgebände
so bringen…

Die Reihe auf Englisch

Die Reihe auf Deutsch

4 Comments

  • Sunshine444

    Ich will das Buch aufjeden fall lesen, sobald es im August erhältlich ist. Durch deine Rezi bin ich natürlich noch gespannter und hoffe wirklich das ich Wendy nicht auch (relativ) unsympatisch finden werde….^^

    Schöne Rezi 🙂
    Liebe grüße

  • Sonne

    Ich sträube mich immer noch dagegen, ein Buch von Amanda Hocking zu lesen [diese Vampirbücher klingen einfach nur peinlich] und werde es wohl auch mit diesem nicht versuchen. Ich hasse anstrengende Buchcharaktere 😀
    Aber eine sehr schöne & informative Rezension, wie immer!

  • Miss_Watson

    @Sunshine: Ich denke, am Anfang kommt man nicht drum rum , sie etwas "zickig" zu finden. Das legt sich aber 😉 Ich habe mir die beiden Folgebände bestellt und werde sie auch bald lesen, dann kann ich berichten, ob Wendy vielleicht noch eine wundersame Wandlung durchmacht 😀

    @Sonne: Ich habe die Vampirbücher auch nicht gelesen, das klingt einfach zu sehr nach Abklatsch und Klischee. Switched ist zwar auch keine supertolle Innovation in Sachen Jugendbuch, aber doch nicht so kitschig. Ich bereue jedenfalls nicht, dass ich es gelesen habe, aber klar, es gibt definitiv bessere Bücher 😉

    Vielen Dank für das Lob 🙂

  • Lydia

    Sehr schöne Rezension, hatte die Reihe auf meiner WL, aber ich war mir auch vor deiner Rezi ziemlich unsicher. Die Bewertungen bei Amazon.com sind jetzt auch nicht durch und durch positiv. ^^ Mal schauen, wahrscheinlich komme ich einfach gar nicht mehr dazu, so schnell mein SuB wächst. -.-' 😀

    LG!
    Lydia

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